AQUASAFE: Wasserqualitätsmonitoring der Zukunft - Genetische Fäkalmarker zur Detektion und Herkunftbestimmung fäkaler Spurenbelastungen

AQUASAFE: Wasserqualitätsmonitoring der Zukunft - Genetische Fäkalmarker zur Detektion und Herkunftbestimmung fäkaler Spurenbelastungen

Projekt-ID: SC15-016

Laufzeit (in Jahren): 2

HauptantragstellerIn:
Ass.-Prof. Dr. Andreas Farnleitner (Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften)
Wissenschaftliche Leitung:
Ass.-Prof. Dr. Andreas Farnleitner (Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften)
ProjektpartnerIn:
Ass.-Prof. Dr. Walter Kandler (IFA Tulln - Interuniversitäres Forschungsinstitut für Agrarbiotechnologie)Univ.-Prof. Dr. Robert Mach (Technische Universität Wien)
Forschungsfeld:
Trinkwasserressourcen

Die Diagnostik genetischer Fäkalmarker besitzt das Potential die Wasseranalytik zu revolutionieren. Richtungsweisende Anwendungen sind bis Dato vor allem im Qualitätsmanagement von Bade- und Freizeitgewässern sowie Aquakulturen durchgeführt worden. Die Möglichkeiten und das Potential solcher Verfahren zur Überwachung von Trinkwasserressourcen im Rahmen von Wassersichereitsplänen sind kaum untersucht. Das vorgeschlagene translationale Forschungsprojekt evaluiert den Status sowie weitere notwendige Entwicklungsschritte zur Anwendung genetischer Fäkalmarke im Rahmen von Wassersicherheitsplänen. Genetischer Fäkalmarker besitzen das Potential die gegenwärtige Standardmethode zum Nachweis fäkaler Spureneinträge - basierend auf den Fäkalbakterien E.coli und Enterokokken - signifkat zu erweitern. Genetische Fäkalmarker erlauben die Herkunftsbestimmung potentieller fäkaler Einträge in das Wasser, sowie die Brückenbildung zwischen den Standardmethoden der fäkalen Analytik und der mikrobiellen Risikoabschätzung. Eine ausreichend hohe fäkale Sensitivität als auch Spezifität für die zu detektierenden Fäkalquellen ist dafür wesentliche Voraussetzung. Eine neue Strategie zur Erreichung der notwendigen Leistungscharakteristik, basierend auf einer Kombination bakterieller und mitochondrieller genetischer Marker, wird für dieses Forschungsprojekt vorgeschlagen. Das Konzept wird anhand wichtiger Fäkalquellen, repräsentativer Wasserressourcen in Niederösterreich, sowie bedeutender Desinfektionsmethode evaluiert. Die Untersuchungen werden mit den derzeitigen Standardmethoden zur Bestimmung fäkaler Einträge sowie zur generellen Charakterisierung der mikrobiologischen Wasserqualität verglichen. Spezifische chemische Parameter werden auf ihre Eignung hin zur Unterstützung der Anwendung genetischer Fäkalmarker einbezogen. Der Bereich "Intelligente Indikationssysteme und Diagnostik" wurde als einer von drei Schwerpunktthemen, im Zuge der FTI Strategie 2020 des Landes Niederösterreich, für das Themenfeld Wasser ausgewählt. Das vorgeschlagene translationale Forschungsprojekt trägt inhaltlich somit direkt zur Umsetzung der Forschungsstrategie des Landes bei. Darüber hinaus stimuliert das Projekt zukunftsträchtige Forschungaktivitäten zwischen der neu gegründeten Karl Landsteiner Privatuniversität in Krems, dem renommierten Analytikzentrum IFA Tulln, sowie dem Interuniversitären Kooperationszentrum Wasser & Gesundheit. Die EVN Wasser GesmbH, die drittgrößte Wasserversorger Niederösterrechs, ist ebenfalls in das Projekt eingebunden. Das translationale Forschungsrojekt kann daher als wesentlicher Beitrag international sichtbarerer Wasserforschung mit praktischen Problemstellungen eines führenden Wasserversorgers im Bereich der Sicherung, Überwachung und des nachhaltigen Managements der Trinkwasserversorgung vorhanden werden. Die gewonnene Expertise wird zu einer weiteren Stärkung der führenden Rolle der Wasserforschung und Wasserwirtschaft Niederösterreich im Donauraum beitragen.