Programm

Programm

Donnerstag, 8. März 2018

17:00 UhrVorempfang
17:30 UhrEinlass
18:00 UhrEröffnung
18:25 UhrWer nicht arbeiten will soll nicht essen/oder wer nicht essen will soll viel arbeiten/oder wer essen will und nicht mehr arbeiten darf...
Eine erbauliche Stör- & Nebengeräuschkalligraphie

Ronald Deppe, Klarinette, Konzeption
Hasan Z. Farahani, electronics
Shaahin Norouzi, live painting
                                                                                                            

 

18:50 Uhr

Warum das Unnütze notwendig istUrsula Baatz, Kuratorin des Symposion Dürnstein
19:00 - 20:30 Uhr No future? Über Zukunftsverweigerung und ihre Folgen
Anschließend Diskussion
Philipp Blom, Autor und Historiker Wien
BUFFET

 Freitag, 9. März 2018

09:00-09:20 UhrMorgenimpuls mit Propst Maximilian in der Stiftskirche
09:30-10:30 UhrWas ist Arbeit? Sozialhistorische Annäherungen und DiskurseAndrea Komlosy, Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Wien

10:30-11:00 Uhr
PAUSE
Arbeit im Zeitalter der DigitalisierungModeration: Gudrun Biffl, Dekanin i.R. der Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung, Donau-Universität Krems
11:00-12:00 Uhr Verschwindet der Mensch in der digitalen Wirtschaft?Mathias Binswanger, Professor für Volkswirtschaftslehre, Universität St. Gallen 
12:00-13:00 Uhr Podiumsdiskussion: Digitalisierung als Chance?
Mathias Binswanger, Walter Kirchler, Geschäftsführer NÖ.Regional.GmbH; René Schindler, Gewerkschaft PRO-GE, Bundessekretär für Soziales und Recht, Arbeitsschwerpunkt: Digitalisierung und Produktion; Hermann Kopetz, Mitbegründer der TTTech Computertechnik AG, Em. Professor für Technische Informatik, TU Wien; Michael Wiesmüller, BMVIT, Abteilung Informations- und industrielle Technolgie
13:00-14:30 Uhr MITTAGSPAUSE
13:40-14:30 UhrStiftsführung durch Dürnstein mit Propst Maximilian
14:30-15:15 UhrMittagsgespräch: Arbeitsunwillig - oder?Herbert Buchinger, Vorsitzender des Vorstandes Arbeitsmarktservice Österreich
Arbeits-Sinn und Lebens-Sinn
15:15-15:45 UhrKunst Macht ArbeitKatharina Stemberger, Schauspielerin, Wien
Selbsterhaltung und Standard-Ökonomik. Ein schwieriges VerhältnisSebastian Thieme, P. Johannes-Schasching SJ-Fellow der Ksoe, Wirtschafts- und Sozialethiker, Wien
16:30-17:00 Uhr PAUSE
17:00-17:30 UhrMacht Unbrauchbarkeit frei? Über ein Motiv der taoistischen PhilosophieFabian Heubel, Sinologe und Philosoph, Taipei/Taiwan
17:30-18:30 UhrPodiumsdiskussion: Arbeit macht das Leben süß?
Fabian Heubel, Ursula Baatz, Philosophin, Kuratorin Symposion Dürnstein; Sebastian Thieme; Patrizia Giampieri-Deutsch, Professorin für Psychotherapieforschung, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Krems; Katharina Stemberger

Samstag, 10. März 2018

09:00-09:20 UhrMorgenimpuls mit Propst Maximilian in der Stiftskirche
Arbeit, global
09:30-10:25 UhrGlobalisierung und die Produktion von Überflüssige im globalen SüdenUlrich Brand, Professor für Politikwissenschaft, Universität Wien
10:25-11:20 UhrAutomatization and small scale food producersRehema B. Nanaganda, Community Worker, FIAN Uganda Kampala/Uganda

11:20-11:45 Uhr
PAUSE
11:45-12:15 Uhr Kommentare von:
Mathias Czaika,
Leiter Department für Migration und Globalisierung, Donau-Universität Krems
Julianna Fehlinger, Via Campesina Austria
12:15-13:00 Uhr Podiumsdiskussion: Globaler Norden vs. Globaler Süden?
Ulrich Brandt; Rehema B. Namaganda; Mathias Czaika; Julianna Fehlinger;
13:00-14:00 Uhr MITTAGSPAUSE
14:00-14:45 UhrMittagsgespräch: Wer nichts isst, soll hier auch nicht sein. Planung, Konsum und Konflikt im noeliberalen StadtraumGabu Heindl, Architektin und Stadtplanerin, Wien
Zukunft, alternativ
14:45-17:30 UhrEin gemeinsames GesprächModeration: Joachim Schwendenwein, Organisationsberater, Wien
Impulse:
Sozial ist, was Arbeit abschafft
Basic Income Experiment in Finland

Menschenwürde und Gemeinwohl
Daniel Häni, Unternehmer, Basel
Pertti Honkanen, Senior Researcher, KELA - The Social Institution of Finland, Helsinki
Christian Felber, Freier Publizist und Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie, Wien

 

SYMPOSION DÜRNSTEIN 2018

Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.
Auf dem Weg zu einer globalen Gesellschaft der Überflüssigen?

8.-10. März 2018, Stift Dürnstein, Wachau

Eröffnung am 8. März 2018, 18 Uhr
den Eröffnungsvortrag hält Philipp Blom, Autor und Historiker, zum Thema "No future? Über Zukunftsverweigerung und ihre Folgen"


Debatten um Mindestsicherung, Grundeinkommen, Langzeitarbeitslosigkeit usw. haben eines gemeinsam: es geht um alle jene, die in der Informations- und Wissensgesellschaft keinen Platz mehr finden - entweder weil ihnen die Qualifikation fehlen oder weil ihre Arbeit von Maschinen übernommen wurde. Sie sind überflüssig, denn sie haben keine Arbeit. Arbeit und Lebensunterhalt waren seit langem verkoppelt, und u.a. darauf beruht die Idee des Sozialstaates.

Doch galt durch Jahrtausende Arbeit - worunter körperliche Arbeit verstanden wurde - als mindere Tätigkeit, als Strafe oder als Schande. Erst in der Neuzeit wurde Arbeit mit dem Aufkommen des Kapitalismus - der Merkantilismus und später der Industrialisierung - zu einem sozialpolitischen Imperativ. Das aufsteigende Bürgertum definierte sich über Arbeit, und die Erziehung zu gesellschaftlich nützlicher Produktivität wurde ein wesentlicher Aspekt der schulischen Bildung.

Heute machen Maschinisierung und Automatisierung körperliche und zunehmend auch geistige Arbeit im herkömmlichen Sinn überflüssig.

In Frage steht der gesellschaftliche Begriff von Arbeit: gilt als Arbeit nur, was Mehrwert produziert? Konzepte wie Grundeinkommen und Gemeinwohlökonomie gehen von neuen Formen der Lebenssicherung aus. Und wenn nicht mehr Arbeit dem Leben Sinn gibt, was dann?

Darüber werden beim Symposion Dürnstein 2018 unter anderem der Autor und Historiker Philipp Blom (EU), der Ökonom Mathias Binswanger (CH), der Unternehmer Daniel Häni (CH) und der freie Publizist Christian Felber (A) nachdenken und diskutieren. 

Veranstalter: NÖ Forschungs- und Bildungsges.m.b.H. (NFB)
Programm und Kuratierung: Ursula Baatz
Moderation: Charles E. Ritterband
Kooperationspartner: Donau-Universität Krems, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL),Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems (KPH) 

Die Vorträge werden in die englische und deutsche Sprache übersetzt.