netPOL: Kooperation bis 2021 verlängert

04.12.2015

www.netpol.at

Vereinbarung über Fortsetzung des internationalen Netzwerks für politische Kommunikation unterzeichnet.

Krems (OTS) - Die Fortsetzung des interuniversitären Netzwerks für Politische Kommunikation, kurz netPOL, ist gesichert: Die Verlängerung des Vertrages bis 2021 wurde am 3. Dezember durch den Landeshauptmann von Niederösterreich, Dr. Erwin Pröll, den Rektor der Donau-Universität Krems, Mag. Friedrich Faulhammer und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Peter Filzmaier, Koordinator von netPOL mit den fünf Partneruniversitäten im St. Pöltener Landhaus vereinbart.

netPOL ist eine Zusammenarbeit der Donau-Universität Krems mit der Karl-Franzens-Universität Graz, der Andrássy Universität Budapest, der deutschen Zeppelin Universität in Friedrichshafen und Berlin, sowie der Babes-Bolyai-Universität im rumänischen Cluj. Auftraggeber des Projekts ist die Niederösterreichische Forschungs- und Bildungsges.m.b.H. (NFB), mit der Koordination wurde das Institut für Strategieanalysen (ISA) beauftragt. Kernstück ist ein gemeinsames, länderübergreifendes Doktoratsprogramm zur Zukunft der Demokratie in EU-Europa sowie Master-Lehrgänge für Politische Kommunikation. Für die Zukunft sind insbesondere Habilitationsprojekte vorgesehen.

Fortsetzung nach positiver Evaluierung

Eine Evaluation von netPOL 2014 erbrachte Bestnoten in den Kategorien Forschung, Lehre sowie Organisation und Kommunikation. Die Donau-Universität Krems ist eine von fünf Partnerhochschulen des Netzwerks. „Nach der Bestnote für netPOL in allen Gutachten war klar, dass wir dieses Erfolgsprojekt mit Leuchtturmcharakter unbedingt fortsetzen wollen“, betont Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Für Niederösterreich sei die Vertragsverlängerung ein zentraler Baustein in der wissenschaftlichen Vernetzung und zur Stärkung des Landes als Wissenschaftsstandort.

Mag. Friedrich Faulhammer, Rektor der Donau-Universität Krems, unterstreicht die Bedeutung von netPOL für die Donau-Universität Krems. „Mit Blick auf aktuelle Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Medien ist die Unterstützung durch Wissenschaft und Forschung immens gefordert und notwendig. Dabei schaffen es gerade Universitäten auch bei brisanten Themen einen ‚kühlen Kopf‘ zu bewahren und Lösungskompetenzen anzubieten. Für die Donau-Universität Krems ist das Aufgreifen und Identifizieren von gesellschaftlichen Herausforderungen ein grundlegendes Wesensmerkmal und dabei ist netPOL ein internationales Aushängeschild.“ Mit den Forschungsprojekten und Lehrprogrammen fördere netPOL die weitere Internationalisierung der im Donauraum bereits stark positionierten Universität.

Erfreut über die Verlängerung zeigt sich Univ.-Prof. Dr. Peter Filzmaier, Koordinator von netPOL. Er verwies auf die mit bisher insgesamt über 100 Fachpublikationen sowie zahlreichen wissenschaftlichen Tagungen und Workshops ausgezeichnete Bilanz des Projekts. Ebenso wichtig sei der Praxisbezug: „Unsere Forschung und Lehre setzt sich mit Demokratieentwicklung, wirtschaftlichen Ängsten und gesellschaftlichen Konflikten sowie deren medialer Darstellung auseinander.“ Aktuelle Forschungen widmen sich den politischen Einstellungen von Wahlberechtigten mit Migrationshintergrund sowie Parallelwahlen als Test der Wählerzufriedenheit bei unterschiedlichen Abstimmungsverfahren.

Das internationale und interuniversitäre Netzwerk "Politische Kommunikation netPOL" wurde 2010/11 mit Unterstützung des Landes Niederösterreich als Zusammenarbeit der Donau-Universität Krems und der Karl-Franzens-Universität Graz mit der Andrássy Universität in Budapest, der Deutschen Universität für Weiterbildung in Berlin, der Babes-Bolyai-Universität im rumänischen Cluj sowie externen Netzwerkpartnern aus dem tertiären Bildungssektor konzipiert.

Nähere Informationen unter: www.netpol.at